Über uns
Ich bin Cornelia Daubeck – Herz, Hirn und Dosenöffnerin bei Dog Diversity.
Wie Mogli – nur mitten im Stadtjungle, umgeben von Hunden.
So oder so ähnlich lässt sich mein Start ins Leben beschreiben. Noch bevor ich laufen konnte, lagen zwei große Hündinnen an meiner Seite: eine kluge deutsche Schäferhündin und eine sanftmütige Mischlingshündin. Seitdem begleiten mich Hunde durch alle Lebensphasen – und prägen meine Arbeit bis heute.
Mein größtes, kunterbuntes Rudel bestand aus vier belgischen Schäferhunden – zwei davon aus dem Tierschutz –, zwei dauerwedelnden Labradoren und einem sanftmütigen Straßenhund. Jeder von ihnen brachte seine eigene Geschichte, Eigenheiten und Herausforderungen mit – und genau das hat meinen Blick für das Wesentliche im Training geschärft.
Ich habe nie nach „Schema F“ trainiert. Jeder Hund ist anders – ob quirliger Junghund, gesetzter Senior, Angsthund oder Allrounder. Diese Vielfalt begeistert mich. Mein Fachwissen habe ich mir über viele Jahre hinweg durch Seminare, Fachliteratur und vor allem durch praktische Erfahrung aufgebaut – ergänzt durch echte Empathie für Mensch und Hund.
Mister Boots
Mein Fokus liegt auf alltagstauglichem Training mit kreativen, aber effizienten Lösungen.
Ob entspannter Stadtspaziergang, gelassenes Öffifahren oder stressfreies Alleinbleiben: Ich helfe Hundemenschen, ihren Alltag harmonisch mit ihrem Hund zu gestalten. Besonders gerne arbeite ich mit Menschen, die sich bewusst und gut vorbereitet auf das Leben mit Hund einlassen möchten – klar, strukturiert und mit viel Feingefühl.
Nasenarbeit ist meine kreative Spielwiese.
Sie stärkt das Selbstvertrauen, verbindet Mensch und Hund – und bringt oft genau die Ruhe, die viele brauchen.
Und das Beste: Bei Dog Diversity ist jeder Hund willkommen – egal wie alt, wild, unsicher oder eigenwillig.
Wenn du das Gefühl hast, dass ein bisschen Struktur, Verständnis und Leichtigkeit euch guttun würden – dann freue ich mich darauf, euch kennenzulernen.

Ar-Raqim
der SANFTMÜTIGE CLOWN
- Spitznamen: Kimi, Opa, Süßkartoffel
- geerdet, ruhig, albern
Ar-Raqim – vom Schatten ins Licht
2015 kam Kimi zu mir – direkt aus einer ungarischen Tötungsstation. Abgemagert, aber immer wedelnd. Ein zarter Hoffnungsschimmer in einem Hundekörper, der kaum mehr Platz für Vertrauen hatte.
Was er in seinem vorherigen Leben erlebt hatte, lässt sich nur erahnen – aber vieles musste er erst lernen: Nähe, Sicherheit, den Alltag mit anderen Hunden. Trotz seiner scheuen Art zeigte er schnell, dass er bereit war, sich durchzusetzen – vor allem, wenn es ums Futter ging. Mitten in mein bestehendes Rudel aus zwei temperamentvollen Malinois und einer souveränen Labradorhündin brachte Kimi eine ganz eigene Dynamik mit.
Treppen waren für ihn ein unüberwindbares Hindernis. Wochenlang trug ich den feinen Herrn – mit viel Geduld und Humor – Stufe für Stufe hoch und runter. Offene Stiegen, Brücken, größere Höhenunterschiede: Sie lösten in ihm pure Panik aus. Aber wir blieben dran. In kleinen Schritten, mit Einfühlungsvermögen und Vertrauen.
Und dann begann er, sich zu verändern. Mit jedem Tag wuchs sein Vertrauen, seine Neugier, sein Mut. Der einst so unsichere Labrador wurde plötzlich lebendig, verspielt – und ganz er selbst: ein fröhlicher Wirbelwind, der vor Energie sprühte. Ein Clown, der Herzen eroberte.
Ein Hund, der nicht nur seinen Platz gefunden hatte – sondern endlich im Leben angekommen war.
Heute ist Kimi unser Opa. Sein Fell ist ein bisschen grauer, seine Schritte gemächlicher – doch sein Appetit ist ungebrochen. Wie es sich für einen echten Labrador gehört, ist er beim Fressen immer der Erste, der aufgegessen hat. An schönen Tagen genießen wir gemeinsam Spaziergänge im Wald oder gehen eine Runde schwimmen – kleine Ausflüge, die ihm sichtbar Freude bereiten. Aber wir wissen auch: Opa Kimi braucht inzwischen viel Zeit zum Ruhen, Dösen und einfach nur Dasein.
Und genau das gönnen wir ihm – mit all der Liebe, die er uns täglich zurückschenkt.

Anubis
der GEFÜHLSKOMPASS MIT SPITZOHREN
- Spitzname: Herr Nubert, Nubsi, Katze
- fokussiert, souverän, loyal, sportlich
Anubis – Gefühlsseismograph im Schäferpelz
Im Frühling 2017 begegnete ich ihm zum ersten Mal – Anubis, gemeinsam mit seinem Bruder, in einem kroatischen Shelter nahe Zagreb. Zwei Malinois-Rüden, gezeichnet von der Vergangenheit: verletzt, abgemagert, gefunden auf einem verlassenen Firmengelände. Obwohl ich bereits ein fünfköpfiges Hunderudel hatte, war schnell klar: Diese beiden Schäferbuben mussten da raus. Lärm, Stress und der eintönige Zwingeralltag ohne Beschäftigung hätten sie auf Dauer zerbrochen.
Durch eine Anzeige auf Social Media ergab sich ein vielversprechender Kontakt zur Ausbildungsstätte für Polizeihunde in Wien. Also machte ich mich mit den beiden Jungs im Gepäck, voller Hoffnung auf den Weg in Richtung Zukunft. Doch das Leben hatte andere Pläne: Trotz all dem für Malinois typischen Feuer im Hintern waren Anubis und sein Bruder zu unsicher, zu geräuschempfindlich, zu sehr von ihrer Vergangenheit geprägt. Eine Rückkehr ins kroatische Shelter? Undenkbar.
Also fuhr ich nach Hause – offiziell mit zwei „Pflegehunden“. Doch das Rudel wuchs zusammen, Schritt für Schritt, mit Geduld und Feingefühl. Zwei Malinois, zwei Labradore und ein Schäfermischling aus Bulgarien – und irgendwann war klar: Die beiden gehörten längst dazu, noch bevor man es selbst richtig wusste.
Anubis – mein sensibler, sanftmütiger Begleiter – hat mein Leben vom ersten Tag an verändert. Er spürte meine Gefühlslage oft früher als ich selbst. Durch ihn habe ich gelernt, was es heißt, einen Sportwagen unter den Gebrauchshunden zu führen. Seine Feinfühligkeit, seine Energie und sein unbändiger Arbeitswille forderten mich – und förderten mich.
Gemeinsam haben wir unzählige Abenteuer erlebt: Obedience, Zughundesport – ob am Scooter, Fahrrad, Schlitten, Wagen oder zu Fuß – sowie verschiedene Formen der Nasenarbeit, vom Dummy bis zur Flächensuche. Wir longierten, paddelten gemeinsam auf dem SUP, machten Breitensport – Hauptsache, wir waren ein Team.
Heute genießt Anubis seine wohlverdiente Pension. Der Bart ist grauer, das Tempo gemächlicher – aber er ist noch immer mein Fels im Rudel. Souverän, weise, manchmal leicht grummelig – wie es sich für einen alten Herrn eben gehört. Und ich? Bin jeden Tag dankbar, dass dieser Hund geblieben ist.

Mister Boots
der ELEFANT IM PORZELANLADEN
- Spitznamen: Bootsibär, Bubelle, Bootsi
- unverblümt, energiegeladen, überschwinglich
Mister Boots — ungeschicktes Riesenbaby mit Raketenantrieb
Er kam im Sommer 2023 zu uns – damals etwa ein halbes Jahr alt, mit Stehohren und einem Blick voller Fragezeichen. Ein Second-Hand-Hund, abgegeben aus Überforderung: zu viel Energie, zu wenig Plan. Ein Malinois-Klassiker eben. Auf den ersten Blick ein Duracell-Häschen mit eingebautem Turbo, auf den zweiten ein unsicheres Riesenbaby, das die Welt erst noch begreifen musste. Ein Rohdiamant – wild, sensibel, aber voller Tatendrang.
Während die Erinnerung an Ivy, meine Seelenhündin, die uns im Juni 2021 verließ, noch wie ein leiser Schleier um uns lag, trat er unverhofft in ihre Fußstapfen – oder besser: in ihre Stiefel.
Zwar war er feinfühlig wie ein Elefant im Porzellanladen auf Rollschuhen, doch irgendwie traf er dabei zielsicher mitten ins Herz – in unseres, in das der Kinder, in das das von wirklich jedem, der ihm begegnete.
So fand er auf erstaunlich rasche Weise seinen Platz in unserem lebendigen Familienchaos. Und genau das war mir wichtig. Zu jener Zeit begleiteten mich zwei kleine menschliche Wirbelwinde – ein und drei Jahre alt – und Boots? Der passte einfach perfekt. Oder besser gesagt: Er stolperte mit unvergleichlichem Charme herein und ließ sich von da an nicht mehr vertreiben.
Leine? War für ihn ein Fremdwort. Alleinbleiben? Kam gar nicht in Frage. Dafür hatte er ein großes Hobby: Interieurdesign – vorzugsweise mit allem was nicht niet- und nagelfest war. Doch sein Spaß am Lernen steckte sofort an – mit einer Begeisterung, die sofort mitriss, einer Motivation, die niemals schlappmachte, und einem unerschütterlichen „Ich probier’s nochmal, und diesmal klappt’s bestimmt!“
So entwickelte sich aus dem quirligen, frechen Welpen ein souveräner Alltagsgefährte: ein verlässlicher Begleiter im Training und ein ausdauernder Athlet im Hundesport. Boots ist aber vor allem eines: pure Lebensfreude kombiniert mit ganz viel Hummeln im Po. Ein Happyboy, ein Knallkopf mit Turboantrieb, der gelegentlich komplett vergisst, dass er keine zehn Kilo wiegt, sondern locker das Dreifache.
Ich liebe ihn für sein grenzenloses Engagement, seinen unerschütterlichen Willen, alles richtig zu machen – und bin mehr als gespannt, welche gemeinsamen Abenteuer noch auf uns warten.
